Claudia Schönbacher:

Kein Tierleid für den Urlaub!

In der Urlaubszeit kann man jedes Jahr ein trauriges Phänomen beobachten. Einige Haustierbesitzer geben ihr Tier im Tierheim ab oder setzen es sogar in der Wildnis aus, um ungestört in den Urlaub fahren zu können. Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher appelliert an diese Menschen, das große Leid der Tiere in solchen Situationen zu bedenken.

In den Tierheimen ist dieses Phänomen gut bekannt. Im Sommer, wenn sich die Menschen auf Reisen begeben, finden sich plötzlich vermehrt ausgesetzte Tiere. Völlig verängstigt werden sie irgendwo angebunden und einfach im Stich gelassen. Aber auch in den Tierheimen kennen die Mitarbeiter diese Situationen gut genug. Die Menschen kommen zu ihnen und geben ihr Tier einfach ab, um ungestört in den Urlaub fahren zu können.

Es gibt keine Ausrede für ein solches Verhalten. Ein Urlaub ist kein unvorhersehbares Ereignis, sondern wird in der Regel lang genug vorausgeplant, um auch für die Haustiere eine geeignete Lösung zu finden. Eigentlich sollte man sich schon vor der Anschaffung eines Tieres über solche Situationen Gedanken machen. „Viele Menschen legen sich ein Haustier zu, ohne zuvor ernsthaft über die Konsequenzen nachzudenken. Man sollte sich vor dem Kauf gewissenhaft über die Kosten und die Verantwortung informieren, die ein bestimmtes Tier mit sich bringt. Dazu gehört eben auch die Frage, was man mit dem Haustier macht, wenn man auf Urlaub fahren will. Es einfach wegzugeben und damit großes Leid zu verursachen, darf keine Option sein!“, appelliert Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher!

Wer ein Haustier besitzt, hat in der Urlaubszeit verschiedene Möglichkeiten. Gerade Hunde können sehr einfach in die beliebten südlichen Urlaubsziele, wie Italien oder Kroatien, mitgenommen werden. Sonst kann man Freunde oder Verwandte bitten, das Tier in dieser Zeit bei ihnen unterzubringen. Dies sollte man früh genug planen und sich, wenn notwendig, auch Zeit für eine Eingewöhnung nehmen. Findet sich im persönlichen Umfeld keine geeignete Betreuung, dann kann man einen Tiersitter engagieren oder das Tier in eine Tierpension bringen. Jedenfalls ist es wichtig, immer einen Notfallplan parat zu haben, sollte sich kurzfristig eine Änderung ergeben.

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