Claudia Schönbacher & Axel Kassegger

Steigende Energiepreise: Stadt Graz bald ohne Heizung?

Massive Preissteigerungen für Energie und Treibstoff stellen ernsthaftes Problem dar; Sorge um ausreichende Versorgung der Stadt Graz mit Fernwärme steigt; Freiheitliche fordern Notfallkonzept der dunkelrot-grün-roten Stadtregierung.

Die Spritpreise in Österreich steigen weiterhin stark an. Erste Tankstellen zeigen einen Diesel- und Benzinpreis über zwei Euro pro Liter an. In Klagenfurt ging aufgrund eines Ansturms bei der Magistratstankstelle am Mittwochvormittag sogar vorübergehend das Benzin aus. „Während andere europäische Länder die Steuern auf Benzin und Diesel senken, gibt es von der österreichischen Bundesregierung keine entsprechende Reaktion auf die derzeitige Ausnahmesituation“, ärgert sich FPÖ-Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger. „Wenn der Preis für einen Liter Treibstoff bei knapp zwei Euro liegt, hat das gerade in einem Flächenbundesland wie der Steiermark massive Auswirkungen. Viele Menschen sind aus beruflichen Gründen auf ihr Auto angewiesen und können die steigenden Literpreise genauso wenig stemmen wie etwa einkommensschwache Haushalte, deren Heizöltank befüllt werden muss“, so der Freiheitliche, der auch auf die Auswirkungen für die österreichische Wirtschaft hinweist. „Die Energiepreisexplosion zeigt bereits ernsthafte Konsequenzen für die heimische Wirtschaft. Erste Unternehmen mussten aufgrund der enorm hohen Gaspreise bereits die Produktion einstellen oder laufen Gefahr, wieder auf Kurzarbeit umstellen zu müssen. Es müssen schleunigst Maßnahmen gegen die explodierenden Energie- und Treibstoffpreise gesetzt werden. Wenn die Bundesregierung nicht umgehend tätig wird, schlittern wir in eine massive Sozialkrise“, so Kassegger, designierter geschäftsführender Stadtparteiobmann der FPÖ Graz, der auch die dunkelrot-grün-rote Rathauskoalition in die Verantwortung nimmt.

FPÖ-Schönbacher: „Versorgung der Grazer Bevölkerung mit Fernwärme muss sichergestellt sein!“

Die designierte FPÖ-Stadtparteiobfrau und FPÖ-Stadträtin Claudia Schönbacher weist darauf hin, dass sich die aktuelle Entwicklung auch auf die steirische Landeshauptstadt auswirken und ein Versorgungsengpass drohen könnte. „Die massive Teuerungswelle wirkte sich bekanntlich bereits auf den Betrieb zahlreicher steirischer Unternehmen aus. Wie gestern bekannt wurde, musste die Papierfabrik ‚Norske Skog‘ in Bruck an der Mur die Produktion aufgrund der enorm hohen Gaspreise vorläufig sogar einstellen. Das ist ein erschreckendes Alarmsignal, dieser Entwicklung muss umgehend entgegengewirkt werden“, so die freiheitliche Stadträtin, die auf die Energieversorgung in Graz hinweist. Die Stadt Graz wird bekanntlich hauptsächlich über ein Fernwärmenetzwerk versorgt. Die Fernwärme speist sich dabei aus drei Betrieben: dem Fernheizkraftwerk Mellach, der Stahl- und Walzwerk Marienhütte GmbH und der Papierfabrik Sappi Papier Holding GmbH in Gratkorn. „Wenn auch die Papierfabrik Sappi oder weitere Unternehmen ihre Produktion einstellen müssen, kann das schnell negative Auswirkungen auf das Grazer Fernwärmenetz haben. Der derzeitigen Stadtregierung dürfte diese Problematik offenbar nicht bewusst sein, zumindest haben sich Bürgermeisterin Kahr oder deren Stellvertreterin Schwentner dahingehend noch in keiner Weise geäußert“, kritisiert Schönbacher. „Die dunkelrot-grün-rote Koalition ist jedenfalls angehalten, in Zusammenarbeit mit der Energie Graz ein entsprechendes Notfallkonzept zu erarbeiten, um die Energieversorgung der Grazer Bevölkerung auch im Falle eines Fernwärmeausfalls sicherstellen zu können“, so Schönbacher und Kassegger abschließend unisono.

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