Stefan Hermann:

Abhaltung von Schwimmkursen muss forciert werden!

Immer weniger Menschen können heutzutage gut schwimmen; aufgrund von Corona heuer 80 Prozent weniger Schwimmkurse; Freiheitliche fordern erneut breit angelegte Schwimmkurs-Offensive.

Aktuelle Medienberichte zeigen die Problematik rund um die steigende Anzahl an Nichtschwimmern und die aufgrund des Coronavirus häufig ausbleibenden Schwimmkurse auf. Bei Hitze und in der lernfreien Zeit hat die Abkühlung im Wasser Hochsaison und damit kommt es leider auch immer wieder zu tragischen Badeunfällen. Die steirischen Freiheitlichen haben bereits zu Beginn der Sommerferien auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und forderten – wie auch im vergangenen Jahr – die Abhaltung einer breit angelegten Schwimmkurs-Offensive insbesondere für Kinder. „50.000 Menschen in der Steiermark können sich im Wasser nicht ohne Hilfe fortbewegen. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Zahl noch beunruhigender: Nur mehr jeder Zweite zwischen fünf und 19 Jahren kann gut schwimmen“, erläutert FPÖ-Landtagsabgeordneter Stefan Hermann die erschreckenden Daten. Mittlerweile schlägt auch die Wasserrettung Alarm. Aufgrund der Corona-Auflagen sind derzeit kaum Schwimmkurse möglich, was angesichts der ohnehin schon steigenden Zahl an Nichtschwimmern äußerst bedenklich ist. In den meisten Bädern seien Kurse aufgrund der aktuellen Situation wenig willkommen. Im Vergleich zum Vorjahr würden heuer rund 80 Prozent weniger Schwimmkurse angeboten. „Es kann nicht sein, dass wegen der Corona-Auflagen wichtige Schulungen wie die Abhaltung von Schwimmkursen, die im Extremfall Leben retten können, unter den gegebenen Umständen ausbleiben. Wir können es schlicht nicht verantworten, dass sich die ausfallenden Kurse in den Unfallzahlen niederschlagen“, mahnt Hermann, der die zuständigen Landesräte Anton Lang und Juliane Bogner-Strauß in die Pflicht nimmt.

Die schwarz-rote Landesregierung habe für die Abhaltung von entsprechenden Schwimmkursen und damit die Sicherheit der Bevölkerung Sorge zu tragen – so die Sicht der Freiheitlichen. Ertrinken ist bekanntlich die häufigste tödliche Unfallursache bei Kindern bis fünf Jahren, die zweithäufigste bei älteren Kindern. In den vergangenen Jahren endete jeder fünfte Ertrinkungsunfall tödlich. Aus diesem Grund fordert die FPÖ die Einführung eines verpflichtenden Schwimmkurses im letzten Kindergartenjahr sowie ein breiteres Angebot für Volksschüler samt adäquater Fördermöglichkeiten. „Viele Badeunfälle könnten durch gute Schwimmkenntnisse verhindert werden. Richtiges Schwimmenlernen ist die wichtigste Präventionsmaßnahme, um tragische Todesfälle zu verhindern. Die Abhaltung von entsprechenden Kursen ist daher ein Gebot der Stunde und muss dringend forciert werden“, so Hermann abschließend.

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