FPÖ-Royer:

„Bauernbund spielt doppeltes Spiel – Nervosität vor der Kammerwahl ersetzt keine ehrliche Politik“

ÖVP-Agrarlandesrätin fordert als Bauernbundobfrau Reformen im Wolfsmanagement, sitzt aber selbst am Verhandlungstisch für genau diese Reformen

Mit großer Verwunderung reagiert der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft Steiermark, NAbg. Albert Royer, auf die aktuelle Aussendung des Steirischen Bauernbundes unter Führung von Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer. Darin fordert sie rasche Lösungen im Wolfsmanagement ein. „Was hier kommuniziert wird, ist zumindest erklärungsbedürftig. Als Bauernbundobfrau fordert Frau Schmiedtbauer schnelle Reformen – als Agrarlandesrätin arbeitet sie genau an diesen Reformen bereits seit Monaten aktiv mit“, stellt Royer überrascht klar. Royer erinnert daran, dass die steirische Landesregierung bereits im Juli 2025 den Startschuss für ein umfassendes, praxistaugliches Prädatorenmanagement gegeben hat. Unter Federführung von FPÖ-Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer und in enger Abstimmung mit ÖVP-Agrarlandesrätin Schmiedtbauer laufen seither intensive Verhandlungen und fachliche Arbeiten. „Die Zuständigkeiten für konfliktträchtige Tierarten wie den Wolf werden neu geordnet, rechtliche Grundlagen überarbeitet und praktikable Lösungen vorbereitet. Das alles ist kein Ankündigungsprojekt, sondern konkrete Arbeit mit freiheitlicher Handschrift“, so Royer.

Besonders irritierend ist für den freiheitlichen Bauernobmann die öffentliche Darstellung des ÖVP-Bauernbundes: „Wenn die Agrarlandesrätin in einer zweiten Rolle so tut, als würde im Naturschutzressort geschlafen, obwohl sie selbst Teil jedes relevanten Abstimmungsprozesses ist, dann ist das politisch zumindest schräg. Wer am Verhandlungstisch sitzt, sollte nicht so tun, als stünde er draußen und würde auf Lösungen warten“, betont Royer, der hinter der „skurrilen“ Aussendung des ÖVP-Bauernbundes vor allem parteipolitische Motive ortete. „Die Nervosität vor der Landwirtschaftskammerwahl im Jänner ist hier offensichtlich groß. Statt ehrlicher Sacharbeit erleben wir mediale Profilierung. Das hilft weder den Bäuerinnen und Bauern noch dem ländlichen Raum“, kritisiert Royer. Abschließend unterstreicht Royer die freiheitliche Linie: „Mit Landesrat Amesbauer verfolgen wir einen klaren Kurs: praxistauglich, rechtssicher und ausgewogen zwischen Naturschutz und den berechtigten Interessen der Bevölkerung und Landwirtschaft. Das neue Prädatorenmanagement wird kommen – auf Basis von Hausverstand, nicht auf Basis von Wahlkampfrhetorik. Und wenn diese wichtige Reform umgesetzt ist, liegt die Zuständigkeit bei der Agrarlandesrätin selbst.“

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