Florian Wernbacher:

Bonuszahlung in der Leoben Holding ist trauriger Schlusspunkt einer skurrilen Geheimniskrämerei!

Entscheidung des Aufsichtsrates völlig unangebracht – SPÖ-Bürgermeister wollte Vorgang im stillen Kämmerchen abwickeln und ging danach auf „Verrätersuche“.

Mit scharfer Kritik reagiert der Leobener FPÖ-Vizebürgermeister Florian Wernbacher auf die nunmehr bekannt gewordene Entscheidung des Aufsichtsrates der Leoben Holding, dem Geschäftsführer eine Prämie zuzuerkennen. „Diese Entscheidung wurde trotz der angespannten finanziellen Lage der Stadt regelrecht durchgeboxt und stellt den traurigen letzten Akt einer in jeder Hinsicht skurrilen Vorgangsweise dar“, stellt Wernbacher klar. Besonders schwer wiege für den Freiheitlichen Vizebürgermeister das Vorgehen von SPÖ-Bürgermeister Kurt Wallner und Finanzstadtrat Willibald Mautner im Vorfeld der Entscheidung. „Zunächst wollte man diese Bonuszahlung offenbar im stillen Kämmerchen an den Menschen vorbei beschließen. Als der Vorgang dann publik wurde, reagierte man nicht mit Transparenz und Einsicht, sondern mit einer peinlichen Suche nach vermeintlichen ‚Verrätern‘. Dieses Verhalten sagt mehr über das Selbstverständnis der Stadtführung aus als jede nachgeschobene Erklärung“, so Wernbacher. Die nun beschlossene Prämie hält der FPÖ-Vizebürgermeister zum jetzigen Zeitpunkt für völlig deplatziert. „Wir sprechen hier von einer Bonuszahlung, die sogar das Jahresgehalt mancher Gemeindebediensteten übersteigt – und das in Zeiten, in denen viele Leobenerinnen und Leobener jeden Euro zweimal umdrehen müssen und die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss“, betont Wernbacher. Gerade vor diesem Hintergrund sei jede Diskussion über Sonderzahlungen ein fatales Signal an die Bevölkerung. Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang auch der Vergleich mit der Energie Steiermark: Dort erhielten die Vorstände im Jahr 2024 jeweils eine Bonuszahlung von 26.000 Euro – und das bei einem Unternehmen, das über 100 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet hat. Die nun beschlossene Prämie in der Leoben Holding erweist sich dabei als völlig verhältnislos.

Auch die von SPÖ-Vertretern verbreitete Darstellung, wonach der Bonus nicht aus Steuergeldern finanziert werde, weist Wernbacher entschieden zurück. „Diese Argumentation ist irreführend. Die Stadt Leoben schießt jährlich hunderttausende Euro zu, damit die ausgegliederte Gesellschaft überhaupt ausgeglichen bilanzieren kann. Geld hat kein Mascherl – letztlich handelt es sich jedenfalls um Mittel der Allgemeinheit. Den Bürgerinnen und Bürgern nun weismachen zu wollen, das habe mit ihnen nichts zu tun, ist schlicht unglaubwürdig“, hält Wernbacher fest. Abschließend zeigt sich der FPÖ-Vizebürgermeister tief enttäuscht über das Gesamtbild, das Bürgermeister Wallner und seine roten Parteigenossen mit dieser Entscheidung und dem begleitenden Vorgehen abgeben: „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Leobener Bevölkerung und der nächste Beweis dafür, dass die SPÖ-Führung in Leoben samt der gesamten ‚Allianz für Leoben‘ längst rücktrittsreif ist. Wer so weit weg von den Sorgen der Menschen agiert, hat das Vertrauen verspielt. Die FPÖ wird diesen Umgang mit öffentlichem Geld jedenfalls nicht kommentarlos hinnehmen.“

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