Land Steiermark sichert Personal im Sozialwesen und Gewaltschutz ab
Amesbauer: „Nahezu vollständige Valorisierung trotz schwierigster Budgetlage sichert Stabilität im Sozialbereich“
Trotz schwerster budgetärer Rahmenbedingungen gelang es der steirischen Landesregierung mit Soziallandesrat Hannes Amesbauer, die seitens der Sozialwirtschaft mit den Gewerkschaften ausverhandelten Lohnerhöhungen für das Jahr 2026 in nahezu vollem Umfang zu berücksichtigen. Die entsprechenden Verordnungen gehen nun zur Einbindung von Städte- und Gemeindebund in Begutachtung, danach kann es für Mitarbeiter in Sozial- und Gewaltschutzeinrichtungen mehr Gehalt zur Abfederung der Teuerung geben.
Nachdem die Sozialpartner der Sozialwirtschaft Ende Jänner 2026 einen Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen herbeiführten, wurden die Ergebnisse dem Land Steiermark, das selbst kein Verhandlungspartner ist, vorgelegt. Im Wesentlichen forderten die Vertreter im Bereich Soziales die Anpassung der Gehälter ab April 2026 um 2,6 Prozent sowie die Anpassung der Sachkostenanteile ab Jänner 2026.
Zehntausende engagierte und hart arbeitende Steirer sind im Sozialwesen tätig, gleichzeitig sind auch viele tausende Steirer auf Hilfe und Unterstützung in diesen Bereichen angewiesen. Nach umfangreichen, aber stets konstruktiven Verhandlungen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Soziallandschaft, Beratungen innerhalb der Landesregierung und unter Maßgabe der budgetären Rahmenbedingungen, die in den letzten Jahrzehnten gerade bei den diesjährigen Valorisierungen mitunter zu den schwierigsten zählen, gelang es Soziallandesrat Hannes Amesbauer (Behindertenwesen, Kinder- und Jugendhilfe und Gewaltschutz), die nahezu vollständige Berücksichtigung der Teuerung sicherzustellen. Das Land Steiermark und die Gemeinden werden im heurigen Jahr, sofern nach der Begutachtung durch den Städte- und Gemeindebund nichts dagegenspricht, im Bereich des Sozialressorts und aller damit in diesem Zusammenhang stehenden, zu valorisierenden Leistungen 16,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen als 2025. Damit soll für die Mitarbeiter und auch die Einrichtungen selbst eine stabile wirtschaftliche Basis ermöglicht und die hohe Qualität der Betreuung in der Steiermark erhalten werden. Konkret sollen die Personalkosten in vollem Umfang und somit in der Höhe von 2,6 Prozent, der Jahres-VPI 2025 im Ausmaß von 3,6 Prozent sowie der Baukostenindex von 0,89 Prozent ab April 2026 berücksichtigt werden. Der Bereich des Gewaltschutzes wird vollumfänglich valorisiert.
Soziallandesrat Hannes Amesbauer: „Es ist allgemein bekannt, in welcher schwierigen budgetären Situation wir das Land Steiermark vorgefunden haben, als wir in die Regierung eingetreten sind. Deshalb bin ich äußerst froh, dass es – trotz des absolut notwendigen Konsolidierungskurses und ohne der Begutachtung vorgreifen zu wollen – zu einer nahezu vollständigen Valorisierung im Behindertenwesen und in der Kinder- und Jugendhilfe sowie zu einer vollumfänglichen Erhöhung beim Gewaltschutz kommen wird. In den Einrichtungen des Sozialwesens wird extrem wichtige Arbeit für unsere auf Hilfe angewiesenen Steirer geleistet, weshalb wir zur Unterstützung der vielen engagierten Mitarbeiter verpflichtet sind. Sie leisten hervorragende Arbeit und sind ein wichtiger Teil unserer sozialen Gemeinschaft in der Steiermark. Mit diesem Ergebnis ist es uns mit unserem Koalitionspartner sicherlich gelungen, einmal mehr zu unterstreichen, dass diese Landesregierung trotz Sparkurses im Sinne unserer steirischen Landsleute an ihrem sozialen Gewissen festhält. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin konsequent an Reformen im Sozialwesen, um die Kosten für Gemeinden und Städte zu senken oder zumindest einzugrenzen.”