Projektstopp für Geothermie wird umfassende Gemeinderatsanfrage zur Folge haben!
500-Millionen-Euro-Geothermie-Investition steht auf der Kippe; Freiheitliche fordern Klarheit über die weitere Vorgehensweise der Stadt Graz
Im Rahmen einer umfassenden Berichterstattung in der Kleinen Zeitung wird der Projektstopp des 500 Millionen Euro schweren Geothermie-Projekts der OMV in der Oststeiermark öffentlich bekannt. Zielsetzung dieses Vorhabens war es, den Großraum Graz mit Fernwärme zu versorgen. Die OMV hat laut Medienberichten nun jedoch die Reißleine gezogen und das Projekt eingestellt. Grund für diese Entscheidung sollen fehlende Beschlüsse der Stadt Graz sein. Es gehe auch um Haftungsfragen, zitiert die Kleine Zeitung entsprechende Stellungnahmen der beteiligten Vertragspartner. „Dieser Entschluss hat zweifellos langfristige und tiefgreifende Folgen für die Energieversorgung der Stadt Graz in Zukunft. Wir wollen mit einer umfassenden Anfrage an Bürgermeisterin Elke Kahr und Finanzstadtrat Manfred Eber alle Hintergründe dieser bedauerlichen Entwicklung beleuchten. Es muss geprüft werden, ob nicht eine Wiederaufnahme des Projekts oder auch andere Lösungen möglich sind, um die Wärmeversorgung der Grazer Bevölkerung sowie die Dekarbonisierung sicherzustellen. Zudem sollten alle Parameter, die für die bisherige Haltung der Stadt Graz und der in ihrem Eigentum stehenden Unternehmen maßgeblich waren, nochmals evaluiert werden. Immerhin geht es hier um eine zukunftsweisende energiepolitische Weichenstellung, die weitreichende perspektivische Auswirkungen auf die Landeshauptstadt hat. Gemeinsam mit unserem FPÖ-Gemeinderat Günter Wagner wollen wir deshalb im Zuge einer schriftlichen Anfrage alle Aspekte dieser Causa genauestens beleuchten“, so FPÖ-Bürgermeisterkandidat René Apfelknab in einer ersten Stellungnahme.