Günter Wagner & Dominik Hausjell

Schlaf in der Pendeluhr? Noch immer Gefahr im Verzug bei nicht erneuerten Bushaltestellen im Stadtgebiet

Bereits vor zwei Jahren einstimmig angenommener Dringlicher FPÖ-Antrag wartet auf Umsetzung. Gemeinderat Wagner will in schriftlicher Anfrage wissen, wie viele Bushaltestellen bisher barrierefrei gestaltet wurden. FPÖ-Bezirksobmann Dominik Hausjell weist auf Gefahr im Verzug hin.

 

Bereits am 24. März 2024 wurde seitens der FPÖ ein Dringlicher Antrag im Gemeinderat eingebracht und einstimmig angenommen. In diesem wurde gefordert, alle Haltestellen in Graz auf einen Standard zu bringen, der allen Menschen ein leichtes Orientieren (Blindenleitlinien) sowie Ein- und Aussteigen laut Motivenbericht ermöglicht.
Gemeinderat Günter Wagner will wissen, was sich seither getan hat: „Dieser Antrag ist mittlerweile über zwei Jahre alt. Die Tatsache, dass er einstimmig angenommen wurde, zeigt auch, dass es der Stadtregierung damals ein wichtiges Anliegen war, die Haltestellen in Graz für Menschen, die alt, gebrechlich oder motorisch eingeschränkt sind zu modernisieren. Es ist nun an der Zeit, Bilanz zu ziehen: Was hat sich seither getan? Um die Bürger dazu zu bewegen, vermehrt auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen, bedarf es, Anreize zu schaffen – attraktive Zugänge zählen klar dazu.“
Dominik Hausjell, Stadtparteigeschäftsführer der FPÖ-Graz verweist auf einen FPÖ-Antrag vom April 2022: In diesem sollte geprüft werden, ob und wann die Haltestelle „Gadollaweg“ sicherer und barrierefrei gestaltet werden könne. Die Beantwortung von Bürgermeisterin Kahr vom September 2022 ließ hoffen: „Die Planungen für einen gesicherten Einstiegsbereich bei der Haltestelle Gadollaweg wurden kürzlich gestartet, eine Umsetzung ist für das kommende Jahr vorgesehen“.
„Geht es nach der Bürgermeisterin, fand die Umsetzung bereits letztes Jahr statt – das ist bedauerlicherweise nicht der Fall. Immer noch stehen dort Fahrgäste der Linien 80, 650 und 671 auf gleichem Niveau wie vorbeifahrende Autos. Auch Kinder auf ihrem Weg in die Schule sind tagtäglich gefährdet, weil hier leider seitens der Zuständigen nur Überschriften produziert wurden, denen keine Taten folgten. Hier ist Gefahr im Verzug!“, so Dominik Hausjell.

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