Steiermark sichert Schulsozialarbeit langfristig ab
Steiermärkische Landesregierung beschließt Vergabe der Schulsozialarbeit an rund 170 Pflichtschulen – Gesamtauftragswert von mehr als 28 Millionen Euro.
Das Land Steiermark setzt ein klares Zeichen für die psychosoziale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen: In der heutigen Sitzung der Steiermärkischen Landesregierung wurde die Vergabe der Schulsozialarbeit für alle politischen Bezirke des Landes für den Zeitraum von 1. September 2026 bis 31. Dezember 2031 mit einem Gesamtauftragswert von mehr als 28 Millionen Euro beschlossen – zusätzlich zu den Leistungen der Schulsozialarbeit durch den Bund. Damit wird ein bewährtes und unverzichtbares Unterstützungsangebot für die vulnerable Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen flächendeckend und langfristig abgesichert.
Schulsozialarbeit als fixer Bestandteil des Unterstützungssystems
Die Schulsozialarbeit ist aktuell an rund 170 Pflichtschulen in der gesamten Steiermark verankert. Das Angebot richtet sich als niederschwellige, präventive Unterstützungsleistung unmittelbar an Schülerinnen und Schüler und setzt sowohl auf individueller Beratungs- und Einzelfallhilfe-Ebene als auch auf präventiver Ebene an, etwa durch sozialpädagogische Workshops, Angebote im Rahmen der Elternbildung sowie Maßnahmen zur Gewaltprävention. Mit dem heutigen Beschluss unterstreicht die Landesregierung die zentrale Rolle dieser Leistung für die steirische Bildungs- und Jugendlandschaft.
Bildungslandesrat Stefan Hermann betont: „Schulsozialarbeit ist weit mehr als ein ergänzendes Angebot – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des psychosozialen Unterstützungssystems an unseren Schulen. Sie greift dort, wo Belastungen frühzeitig sichtbar werden, stärkt Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen und trägt wesentlich zu Chancengerechtigkeit und gelingendem Schulerfolg bei. Mit diesem Beschluss und einem Auftragsvolumen von mehr als 28 Millionen Euro setzen wir ein deutliches Signal: Bildung und Jugend fallen nicht dem Sparstift zum Opfer – sie sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes.“
Kontinuität in der Beziehungsarbeit sicherstellen
Für den Zeitraum 2026 bis 2031 soll die Schulsozialarbeit in einem Umfang von jährlich 83.993 Leistungsstunden fortgeführt werden. Um regionalen Gegebenheiten bestmöglich Rechnung zu tragen, wird die Leistung in 13 Gebietslosen ausgeschrieben, die den politischen Bezirken der Steiermark entsprechen. Ein zentrales Ziel dabei ist die Sicherstellung von Kontinuität – nicht nur in der Auftragsabwicklung, sondern insbesondere in der unmittelbaren Beziehungsarbeit der Fachkräfte mit den Schülerinnen und Schülern vor Ort.