Verharmlosung des Kinderkopftuchs ist völlig inakzeptabel!
Mit Beginn des neuen Schuljahres gilt an österreichischen Schulen das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Damit wird endlich eine langjährige freiheitliche Forderung umgesetzt, für die sich auch die steirische FPÖ stets mit Nachdruck eingesetzt hat. Für scharfe Kritik des steirischen FPÖ-Klubobmanns sorgen nun allerdings mediale Aussagen des Vorsitzenden der Islamischen Glaubensgemeinschaft in der Steiermark, Mehmet Celebi. Dieser kritisierte in einem Interview in der heutigen Printausgabe der „Kleinen Zeitung“ das Verbot, wobei er behauptete, der Staat würde jungen Mädchen damit ihre Mündigkeit absprechen. Selbst das Kopftuchtragen von Siebenjährigen relativierte Celebi damit, dass Kinder ihren Eltern oder Geschwistern „nacheifern“ und sich daran freiwillig „versuchen“ würden. „Diese Argumentation ist an Absurdität kaum zu überbieten. Wenn bereits junge Mädchen unter dem Einfluss ihres familiären und religiösen Umfelds ein Kopftuch tragen, soll uns das allen Ernstes als Ausdruck kindlicher Selbstbestimmung verkauft werden. Wer das Kinderkopftuch auf diese Weise verharmlost, leistet patriarchaler und religiöser Indoktrinierung Vorschub. Ein sieben-, acht- oder zehnjähriges Mädchen muss nicht lernen, sich aus religiösen Gründen zu verhüllen, sondern soll frei und unbeeinflusst Kind sein dürfen. Genau hier setzt das Kopftuchverbot für unter 14-Jährige an“, stellt FPÖ-Klubobmann Marco Triller klar. Als besonders befremdlich empfindet Triller die Argumentationslinie, wonach Boykottaufrufe gegen das Gesetz zwar angeblich abgelehnt werden, gleichzeitig aber das Verbot selbst massiv bekämpft und Unterstützung bei dessen Anfechtung angekündigt wird. „Sich vordergründig zur Einhaltung unserer Gesetze zu bekennen und gleichzeitig Zustände schönzureden, gegen die sich die Intention des Gesetzes richtet, ist eine fadenscheinige Doppelmoral. Es muss endlich Schluss sein mit falsch verstandener Toleranz gegenüber dem politischen Islam. Unsere Gesetze und unsere gesellschaftlichen Werte sind nicht verhandelbar und stehen über religiöser Bevormundung von Kindern“, so Triller weiter. „Wer hier lebt, hat unsere Rechtsordnung zu akzeptieren. Wer aber glaubt, patriarchale religiöse Vorstellungen über unsere Regeln stellen und kleine Mädchen indoktrinieren zu können, ist in Österreich an der falschen Adresse. Wenn jemand mit unseren Regeln und Werten partout nicht leben kann, dem steht es frei, sein Leben in einem Land zu führen, in dem solcherlei Gesellschaftsbilder geduldet werden. Wir Freiheitliche werden jedenfalls keinen Millimeter zurückweichen, wenn es um den Schutz unserer Kinder vor religiösem Zwang und islamistischen Parallelgesellschaften geht“, so Triller abschließend.